Kleines Aquarium 02

Im Set waren zwei Packungen Substrat und zwei Säcke mit schwarzem „Garnelen-Kies“ enthalten, evntuell werde ich hier noch mal bei Gelegenheit mit etwas weißem Kies nachbessern, der Fröhlichkeit wegen.

Nach einem ein~zwei tägigen Dichtigkeitstest und Pumpen-Einlaufzeit, bin ich in ein nahegelegenes, kleines Tiergeschäft spaziert und habe einige Pflänzchen erstanden und das Ding mal „eingerichtet“.

Schwierig, weil sich Pflanzen ja verändern, entwicklen, vergrößern, absterben und so weiter, aber gemeinsam mit dem Fake-Stein mit seiner Höhle innen, die einzige, vernünftige Anordnung, um einerseits die Pumpe im Eck dezent zu verdecken und auch vorne etwas Platz zu lassen, um alle Optionen offen zu halten.

Ich werde noch ein Holz-Wurzelstück demnächst einbringen, das von vorne nach hinten ins Eck verlaufen wird, dann wirkt es optisch dicht, aber alles hat in Wirklichkeit viel mehr Platz, als es durch die Scheibe scheint… vor allem, wenn man von oben in das Aquarium blickt.

Wenn dann nach hinten das Holzstück verläuft und etwas mehr Bewuchs, ein bisschen Algenbesatz und Co. mal da ist – sprich „gewachsenes Leben“, dann könnte das schon noch interessant werden.

Kleines Aquarium 01

Als Kind~Jugendlicher hatte ich bereits mal ein Aquarium, damals mit Neons, Guppys und anderen Klassikern und es war immer wieder spannend und toll zu sehen, wie darin sich eine eigene Welt aufbaut. In den späteren Jahren der Unvernunft meinerseits ist es dann unglücklich von dannen gezogen und noch später dann von Säugetieren ersetzt worden, die sich mit ihren Krallen und Zähnen und Haaren für lange Jahre ein schönes Leben in meiner Wohnung machten, während ich mit viel Glück auch ein kleines Plätzchen haben durfte. Manchmal.

Danach habe ich mir aus Gründen und tierärztlichen Dramen geschworen, nie mehr wieder ein seiner Entscheidung beraubtes Säugetier in größer Form als meinen Daumen in meine abgeschlossene Welt zu bringen, denn eine artgerechte Haltung ist in einer kleinen Stadtwohnung einfach nicht möglich und mit meinen beruflichen Verpflichtungen heutzutage sowieso nicht mehr. Man wird alt, gesetzt, ist ständig ausgelastet, hat irgendwie immer was zu tun und die Lebenszeit verrinnt.

Also habe ich den Fehler gemacht und bin aus reiner visueller Neugierde durch eine Zoohandlung spaziert und mir wurde erneut wieder bewusst, dass ich keinem Tier meine Gesellschaft und begrenzten, eingeschränkten Lebensraum zumuten möchte und bin dann mit gutem Gewissen zum Ausgang… nein, bin dann wieder, wie kleine Kinder, mit großen Augen vor den Aquarien stehen geblieben.

Das Schauspiel ist noch immer schön und unverändert anziehen, vor allem als Jemand, der in seiner Kindheit Filme und Bücher von Hans Hass und Co. wahrhaft verschlungen hat – was für Abenteuer, was für eine Aufregung, welche Faszination das Leben unter Wasser bietet. Erstmals in Farbe, erstmals vor dem heimischen Publikum aufgeführt und Innovationen in der Tauchtechnik und „Lotte“ als magischer Blickpunkt der damaligen Zeit… sogar als Spätgeborener, der dieses Phänomen erst nachträglich kennengelernt hat, war es dennoch sofort spürbar: mmhhh, einfach großartig!

Aber dennoch – ich bin standfest geblieben, mein Wille war hart und meine Vernunft siegreich… und naja… hoppla… und bin „nur“ mit einem kleinen 30 Liter Cube-Set aus dem Geschäft spaziert, den ich jedoch ausschließlich mit Pflanzen und ein paar Schnecken besiedeln werde. Er ist zwar ein Standard-Klassiker für Garnelen, aber ich denke, dieser Versuchung werde ich widerstehen und für artgerechte Haltung von Fischen ist das Ding prinzipiell zu klein, aber dennoch mehr als (zu) groß für meine Wohnung. Ein Kompromiss mit Eigenschutz quasi.

Und ja, es ist ein schlichtes und einfaches Billig-Set von der Stange – mehr oder weniger vom Wühlhaufen dort, aber ich will kein Risiko eingehen und für mein kleines Blubberblasen-Unterwasserschnecken-Vorhaben sollte es ausreichend sein.