DIY: Nascar Racing Board Game

Wer mich lange genug kennt, weiß, dass ich Old-School-Nascar-Racing mag. Obwohl ich Europäer bin, hat mich die Formel 1 zwar immer schon gefesselt als Kind und auch noch als Jugendlicher, aber nach dem Tod von Ayrton Senna ging es irgendwie bergab und heute ist die Formel 1 fast schon eher eine Wirtschaftssimulation, nicht nur in der Realität, sondern auch bei den PC-Spielen. Da geht es eher um Verträge, Laufzeiten, Punkte, Werbeabkommen und so weiter… also lauter Dinge, die ich jetzt nicht unbedingt mit Rennautos zusammenführen kann und will.

Nascar Racing ist zwar leider auch modern geworden, aber immerhin hat es noch viel mehr den Rennfaktor, Stoßstange an Stoßstange, Dreck, Lärm, gegenseitig Rempeln und so manche Rauchschwaden, wenn sich die Autos von der Strecke drehen. Und glücklicherweise gibt es auch viel mehr alte Rennen auf Youtube zum Nebenbei-Mitlaufen lassen.

Ich habe mir vor einiger Zeit mal zum Spaß nebenbei in einem Grafikprogramm einen fiktiven Kurs als Brettspiel erstellt und dann via Online-Bestellung auf eine dünne Plastik-Plane (LKW-Plane) drucken lassen, um ein eigenes, simples Brettspiel alias Mensch-ärgere-Dich-nicht zu erstellen. Das Druck-Resultat ist erstaunlich gut und das Material wirklich widerstandsfähig und auch rollbar – also ideal für den Transport in der „Hosentasche“.

Woran ich allerdings damals gescheitert bin, waren die Spielkarten und Figuren, da ich zu dem Zeitpunkt keinen Drucker selber hatte und ich erst verschiedene Dinge ausprobieren wollte, bevor ich Spielkarten und Co. ebenfalls professionell drucken lasse… denn billig ist der Spaß ja nicht unbedingt. Nun habe ich aber einen eigenen Drucker, also gibt es keine Entschuldigungen mehr…

Also mal schnell ein paar Rennwagen grob erstellt und in kleinerer Form ausgedruckt, das Ganze auf ein etwas dickeres Papier und das in 3-facher Lage mit Klebstoff zusammengepresst und ausgeschnitten… und anschließend mit Folie beklebt. Das sollte mal zum Testen ausreichen.

Auch wenn sie sehr zwei-dimensional sind, sind sie schon irgendwie süß. Aus 16 Autos besteht das Spiel und es gibt eben auch naturgemäß 16 Boxen sowie Startplätze. Die Reihenfolge wird vor dem Spiel-Beginn mit 2 Würfeln festgelegt, die höchste Punktzahl kommt auf Platz 1 und dann eben abwärts bis zur letzten Startaufstellung. Sollten zwei Fahrzeuge die gleiche Punktzahl haben, dann würfeln die Beiden erneut gegeneinander um die Position.

Um es einfacher zu machen, gibt es übrigens keinen fliegenden Start wie sonst bei Nascar-Rennen, sondern der erste Spieler würfelt und fährt los und so geht es dann eben nach hinten weiter. Ist der Weg vor einem nicht frei, dann muss man eben leider auf die nächste Runde warten und hat umsonst gewürfelt oder kann sich eben nur ein Stück vorwärts bewegen, eben so lange, bis das Feld auseinander gezogen ist. Das mag bei voller Anzahl an Autos länger dauern, spielt man mit 4 oder 8 Fahrzeugen mal eben am Abend, geht es natürlich deutlich schneller.

Der nächste, offene und unfertige Schritt sind nun die Aktionskarten, die ich erst erstellen muss… sie sind der Teil des Spieles, die viel Abwechslung reinbringen (sollen). Je nach Feldfarbe, auf der man auf der Rennstrecke landet, nimmt man dann von einem durchmischten Stapel eine entsprechende Aktionskarte, die dann Anweisungen enthält. Beispielwiese, dass man sofort in die Box fahren muss, dass die Scheibe plötzlich verdreckt ist und man nur halb so schnell fahren kann (halbe Würfelzahl), dass man auf einer Ölspur schleudert und die Spur wechseln muss oder dass man sich an der Rennstreckenbande bzw. Wand einen Schaden holt. Bei der Pit-Einfahrt muss man die passende Würfelzahl haben, sonst verliert man Zeit und muss es in der nächsten Runde erneut probieren und ist in Warteposition, fährt man aus dem Pit-Stop auf die Strecke und jemand ist schon auf diesem Feld gerade, heißt es vermutlich erneut an die Box, denn dann ist man kollidiert und muss erneut eine Aktionskarte ziehen.

Zudem finden sich auf der Strecke Beschleunigsfelder, die einen nach vorne katapultieren können, allerdings gibt es auch die orangen Felder, die einem ins Rutschen bringen oder die roten Felder, wo man zu schnell ist und dann – mit Pech und eben je nach Aktionskarte – die Wand touchiert. Schwarze Felder sind im übrigen sehr gemein, denn die können einem mit Pech nicht nur um etliche Runden bringen, sondern auch gleich ganz aus dem Spiel befördern. Gespielt wird nach einer frei festgelegten Anzahl an Runden, aber es sollten mindestens 4 sein. Ein Spielleiter kümmert sich um die Einhaltung der Reihenfolge und die Anzahl der Runden.

So der ungefähre Plan bisher…. aber schauen wir mal und zerbrechen uns noch etwas den Kopf. Später kann man die Rennautos immer noch aus Holz, Plastik oder was auch immer in 3D machen. Eventuell mache ich auch eine noch kleinere Hosentaschen-Variante mit schlichterer Grafik. Möglichkeiten hat man ja viele…

Außerdem habe ich beim Aufräumen die kleinen Mini-Rennautos aus dem 3D-Drucker wieder gefunden, für den Test reichen die genauso und sind ein bisschen mehr haptischer als die flachen 2D-Ausdrucke von Letztens.

Spannend wird noch, wie lange so eine klassische Runde mit 2 und mit 4 Autos benötigt. Ich glaube, mit nur 2 Rennautos auf der Strecke wird es fast ein wenig fad, ab 4 dürfte es dann schon abwechslungsreicher werden. Bedeutet 4 Spieler oder 2 Spieler mit je mindestens 2 Fahrzeugen auf der Strecke.

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