Basteln am Wochenende: ein Golfball-Spender

Nachdem ich mir ja mit beinahe geschlossenen Augen ein Golfschläger-Set angeschafft habe und mit weichen Schaumstoffbällen nun die ersten Versuche im kleinen Rahmen wage, fällt einem in den ersten Tagen natürlich eine Unpässlichkeit auf… der eigene Rücken. Jedes Mal jeden Ball neu setzen und das viele Male hintereinander, geht ganz schon an die Substanz, wenn man es nicht gewöhnt ist. Nach dem 30. Mal schnell hintereinander merkt man doch das Alter und für das Üben von vielen Abschlägen ist das damit nicht optimal. Was können wir also tun?

Schnappen wir uns mal so einen Ball und Stück Blech und schneiden es mal auf eine handliche Größe.

Und markieren diverse Linien, wo wir das Teil falten werden und zwar in einer Breite, so dass sich der Ball gut ausgeht.

Nun biegen wir mit der manuellen Abkantbank das Blechstück zurecht und formen einen Kasten.

Nachdem wir die Idee mal einfach ausprobieren, reicht es, all die Dinge nur anzudeuten… das passt schon so. Jetzt brauchen wir vorne noch eine Klappe, damit nicht alle Bälle einfach rausrollen…

Auch das falten wir erneut auf der Abkantbank. Und weiter geht es.

Nun stanzen wir ein paar Löcher in das Blechteil, damit wir es fixieren können.

Gut. Mit zwei Drahtstücken, die wir einfach zusammen drücken, haben wir die Klappe auch schon befestigt. Das ging ja schnell.

Etwas pfuschig das Ganze, aber die kleine Feder auf der Seite, die wir ebenso mit Drahtstücken fixieren, dient dazu, die Klappe geschlossen zu halten. Ein längeres Drahtstück auf der anderen Seite dient als Druckhebel. Außerdem biegen wir vorne bei der Klappe eine kleines Stück nach oben, damit die Bälle nicht zu leicht durchrutschen.

Nun sind wir schon fast fertig, allerdings benötigen wir auch noch eine Halterung für den Ballspender. Auch dazu biegen wir einfach ein Blechstück zweifach und verankern die Teile miteinander mit zwei Schrauben. Und das war es eigentlich schon…

Jetzt biegen wir noch einmal das restliche Blech in einem Winkel und fixieren die zusätzliche Auffangfläche mit einem textilen Klettverschluss am Spender. Prinzipiell eine nette Idee, aber sie klappt leider mit den Schaumstoffbällen nicht, denn diese haften zu leicht aneinander und rutschen deswegen nicht einfach durch, sondern verkeilen sich leider.

Stattdessen habe ich noch einen Rest von einem Lochblech gefunden, ebenso gebogen und als Zusatz eingeschoben. Und damit klappt es relativ gut, auch wenn man hier einiges verbessern könnte merkbar. Ein Rest-Blechstück dient unter dem Spender als Stütze, ein Holzbrett als Beschwerung und für die Stabilität.

Und es klappt. Mit dem Golfschläger drückt man einfach leicht auf den Drahtbügel und gibt den Weg für den ersten Ball frei. Es ist eine Gefühlssache, wie weit man die Klappe drückt, damit nur ein Ball rauskommt, aber es funktioniert. Die Schaumstoffbälle sind natürlich leicht und weich, deswegen ist die „Dosierung“ nicht ganz so leicht, aber ich konnte eine ganze Ladung abspielen, ohne mich bücken zu müssen.

Und das macht das Üben mal eben nebenbei natürlich viel interessanter und spannender und vor allem sinkt die Hemmschwelle damit. Für einen Test und ein quasi 15 Minuten-Projekt absolut ausreichend und ok, wobei das Ganze mit einem längeren Plastikrohr deutlich einfacher und besser wäre. Eventuell schaue ich mal bei Gelegenheit im nächsten Baumarkt, ob es ein Abflussrohr mit passendem Durchmesser um wenige Euro gibt, dann würde sich eventuell eine Version 2 anbieten.

Aber jetzt bin ich mal zufrieden. Ich mag ja so kleine Spielereien zwischendurch.

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