Holzräder mit Drehbank und dem Teilapparat

Gut, die Woche war irgendwie keine gute Woche, viel zu tun und auf eine gewisse Art auch sehr anstrengend und manche Dinge laufen zudem nicht ganz so wie sie sollen. Manche Projekte in großen Unternehmen können wirklich aufgrund ihrer Komplexität und Vielzahl an Gruppen und Ländern durchaus auch dezent mühsam sein, aber das gehört auf der anderen Seite wohl auch wieder dazu.

Aber ein Grund mehr, mal wieder privat am Abend ein wenig abzuschalten und vor dem Bett noch ein wenig Holz in eine neue Form zu bringen. Also schnappen wir uns ein einfaches Holzbrett vom Baumarkt, einen Zirkel und los geht es…

Mit der Bandsäge schneiden wir danach an der Markierung aus und haben… richtig: rohe Holzscheiben. Etwas laut das Ganze übrigens, aber es entspannt auf eine gewisse Art und Weise und ist schnell erledigt. Mal schauen, wie lange mein Bandsägenblatt noch halten wird, es ist doch schon etwas abgenutzt, nachdem ich erst unlängst damit Metallwinkel geschnitten hatte.

Kurze Zeit später haben wir einen kleinen Stapel an Scheiben. Irgendwie macht so was einfach glücklich.

Nun spannen wir die erste Scheibe mit einer auf der Rückseite auf das Holz verschraubten Halterung in die Drehbank. Eigentlich nutze ich die eher für Metalldinge, aber die kleine, andere Drechselbank, die ich noch verstaut habe, ist mit so einem „harten“ Holz schnell überfordert und auch zu klein für das Projekt. Außerdem ist es mal wieder eine gute Gelegenheit, dem Ding ein bisschen Freilauf zu ermöglichen.

Und siehe da… wir haben fertig gedrehte Scheiben. Nun sind sie wirklich rund und alle gleich groß, so schnell geht das!

Und jap… da bleibt natürlich was übrig…. irgendwie dauert die Reinigung immer dreimal länger als das Anfertigen von Werkstücken.

Aber Moment! Wir sind noch nicht fertig… denn es geht gleich weiter. Wir müssen aber zuerst einen anderen Winkel einstellen, denn die Scheiben brauchen noch ein Detail…  

Nun geht es weiter. Wir drehen eine kleine Vertiefung in die Scheibe, lassen aber in der Mitte ein wenig übrig…

Na bitte, das schaut ja gar nicht mal so schlecht aus. Ich denke, wir nähern uns den „Holzrädern“ durchaus langsam an.

Nun nutzen wir den kleinen Teilapparat, den ich letztens in diesem Beitrag erwähnt hatte, zentrieren die Scheibe und versetzen dann den Bohrer um ein kleines Stück, eben in die vorher gerade angefertigte Vertiefung.

Und hier zeigt sich der Vorteil eines Teilapparat… in dem Fall wollte ich 9 Löcher, das bedeutet bei einer vorhandenen Markierung auf 360 Teilen/Grad eine Bohrung alle 40 Einheiten (40 x 9 = 360). Einiges an Handkurbeln ist also angesagt, aber das geht sehr zügig und durch den kleinen Teilapparat ist das wirklich eine feine Sache, vor allem, weil man durchgehend das gleiche Ergebnis bekommt.

Und da haben wir unsere Räder! Nun ein wenig Schleifpapier mit etwas Geduld und Fleiß, dann verschwinden auch kleine Unebenheiten und die Dinger fühlen sich schon fast geschmeidig an. So soll ein feiner Abend sein!

Zum Abschluss für den heutigen Tag nehmen wir noch etwas Öl, benetzen die Oberfläche und reiben und arbeiten es in das Holz kräftig ein, dadurch wird der Farbton etwas hervorgehoben und zudem ist es dadurch recht gut geschützt und wird auch nicht so leicht fleckig durch Angreifen und ähnliche Dinge.

Und damit haben wir unser heutiges Abendprojekt abgeschlossen! 6 schöne und feine Holzräder, mit denen wir sicherlich noch mehr machen werden in den nächsten Tagen oder Abenden. Die restlichen Scheiben hebe ich mir als Ersatz oder für andere Projekte auf, die kann man auf jeden Fall immer gut brauchen.

Damit haben wir heute übrigens die Bandsäge, Drehbank, Bohrmaschine und den kleinen Teilapparat genutzt. So gehört sich das!

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